Aria da Camera



...Wiederentdeckungen für die Italienischen Salons des 19. Jahrhunderts

Caroline Jahns, Sopran
Philippe Ivanov, Klavier

Im Italien des 19. Jahrhunderts ist die hohe Kunst des Belcanto auch im bürgerlichen Salon angekommen. Bewegt von dem Wunsch nach nationaler Unabhängigkeit und innerer Einheit  besinnt man sich auf Traditionen und interessiert sich für Werke aus vergangenen Epochen. Eine gute Einnahmequelle für Verleger und Komponisten sind jetzt Lieder-Alben mit "antiken" Stücken für Gesang und Klavier. Und so finden wir im in dieser Epoche Sammelbände mit Namen "Arie Antiche" oder "Arie da Camera". Meißt wurden diese schnell editiert. Dabei nahm man auch Fehler und Fälschungen in Kauf. Nichtsdestotrotz enthalten diese Bände wunderbare Kompositionen, deren Darbietung auch heutzutage ein echter Genuß für Gesangsliebhaber ist.

In unserem Programm stellen wir diese italienischen Arien den Werken von Chopin gegenüber, denn beide folgen einem zentralen Aspekt: der Melodie.

Schon als Kind hört Chopin berühmten italienischen SängerInnen zu und lauscht dem Gesang seine feingliedrigen Fiorituren und Portamenti ab. Besonderes Vorbild dieser Melodik scheinen die Werke des jungen Vincenzo Bellini zu sein.
Besonders in Bellinis Arie "L'abbandono" ist dieser Umstand unverkennbar.

 

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